Zwischentöne

20160409_152425Am liebsten sind mir diese feinen Zwischentöne. Gespräche, die fast gar keine sind, weil es ein paar Bemerkungen am Rande zu sein scheinen. Aber sie lassen mich innerlich kurz inne halten, aufhorchen, lächeln. Meine Töchter kommen auf ihre Spieluhren zu sprechen. Von den beiden Größeren sind sie schon länger nicht mehr im Gebrauch, aber die Jüngste hört all abendlich noch leise die Töne einer feinen Melodie. Und mit den Spieluhren kommen auch die Babyzeiten zur Sprache. Meine Töchter mögen es, wenn ich ihnen von ihrer Babyzeit erzähle. Welche Worte sie als erstes geredet haben, wann sie laufen lernten, welches Kuscheltier ihr liebstes war…Viele Fragen und ich kenne die meisten Antworten noch, jedenfalls so ungefähr. Und meine Größte sagte dann: „Mama, von allen Menschen die mich kennen, kennst du dich am besten und am längsten.“ Ja, das ist so. Und ich bin dankbar für diese Erinnerungen, für diesen Schatz, für diese Gespräche. Ich überlege, ob es bei diesen Zwischentönen auch darum geht zwischen den Zeilen zu lesen – vermitteln sie Identität, Sicherheit, Geborgenheit, angenommen sein… Es waren ein paar schöne Momente heute Morgen am Frühstückstisch für die ich dankbar bin.

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