Umzug

Nein, ich bin nicht mit meiner ganzen Familie, sondern nur mit meinem Blog umgezogen. Falls du hier gelandet bist, bist du nicht mehr bei der richtigen Adresse. Ich freue mich aber wenn du mich weiterhin besuchst und bitte dich einfach auf diesen Link zu klicken, dann müsstest du zu meinem aktuellen Blogbeitrag kommen. Mein Thema bleibt dasselbe, nur das Design hat sich etwas verändert und der „Wohnort“ des Blogs. Vielen Dank!

http://www.alltagsstueckwerk.com

zurück zum Alltag

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Das Foto kennt ihr von einem alten Beitrag. Aber es passt so gut. Weil ich euch das wünsche: Alles Gute zum Alltag!

Nach den Ferien klingen alle meine Dankbarkeitsmomenteinträge gleich: Ich bin wieder gerne in meinen Alltag zurück gekehrt. Heute Morgen alte Routinen neu lieb gewonnen: das erste Gebet am Morgen bei einer Tasse Milchkaffee, Kinder wecken, Schule, Kindergarten, Mails beantworten, Vortragsthemen planen, zu einem Thema recherchieren, zwischendrin Haushaltsachen, einkaufen, kochen, Wäsche waschen…nichts weltbewgendes. Ich bin sehr dankbar für den heutigen Tag, es liegt in meiner Verantwortung ihn zu gestalten, Zeit zu verwalten. Und nie, nie will ich dieses Privileg vergessen in einem Land zu leben in dem ich in Freiheit gestalten kann – mein Zuhause, meinen Alltag, mein Leben. Dankbar dafür.

Steigerung von Freude?

Es ist schön, wenn man sich freuen kann – über tolle Erlebnisse; Ziele, die man erreicht hat; Augenblicke, die besonders waren. Heute bin ich sehr dankbar, dass ich eine besondere Form der Freude erlebt habe und wieder erfahren durfte. Denn ist es nicht eines der größten Freuden überhaupt, vielleicht sogar eine Steigerung de20160717_105003r Freude, wenn man sich für andere mitfreuen kann? Über tolle Erlebnisse; über Ziele, die sie erreicht haben; über Augenblicke, die für sie besonders waren. Mein Mann hatte heute das jährliche Essen mit seinen Kollegen. Es ist für mich jedes Jahr ein Privileg dort dabei sein zu dürfen und diese Wertschätzung zu erleben, die dort untereinander gelebt wird. Der Dienstälteste hat in seiner kurzen Rede genau das gesagt: „Es ist so schön zu erleben und dass zeichnet dieses Team auch aus: sich über die Erfolge des anderen zu freuen.“ Das erlebt mein Mann in seinem Team, aber auch ich als seine Frau in dem Kontext mit den anderen Familien. Und nach all den Teams in denen ich auch schon gearbeitet habe, ist es wirklich etwas außergewöhnliches, dass keine Missgunst spürbar ist, kein Neid, keine unangenehme Konkurrenz. Dafür bin ich heute so dankbar!

Ihr Lieben, an dieser Stelle verabschiede ich mich für ein paar Tage. Ich werde offline sein für ein paar Tage. Nächste Woche bin ich dann heire wieder zurück mit neuen Dankbarkeitsmomenten. Ganz liebe Grüße, Lissy

mit allen Sinnen genießen

Und auch wenn ich eher den grauen Schneematsch vor Augen habe und auf dem kurzen Anstieg vor unserer Haustür mit dem Auto ein bisschen geschlittert bin und auch wenn ich Leute mit Schneeschaufeln und Streusalz beobachtet habe, so feiere ich es Mama zu sein. Denn in den Augen meiner Kinder konnte heute nichts besseres passieren als das es endlich schneit. Schnee fühlen und meine Jüngste immer wieder: „Ihh, kalt.“ und dabei so süß gelacht hat, immer wieder ausrutschte und hinfiel und dabei so süß gelacht hat. Und meine Mittlere sich immer wieder Schnee in den Mund schob und beruhigend zu mir sagte: „Mama, ich muss nur ein bisschen probieren.“ Schnee mit allen Sinnen genießen. Das lerne ich heute von meinen Kindern. Dafür bin ich heute dankbar! (Die Bilder sind von unserem Spaziergang gestern noch ohne Schnee.)collage_20170102231235004_20170102231242020

Danke an euch!

Und heute geht es zu ende-das Jahr 2016. Es war herausfordernd mit dem Beigeschmack von Überforderung. Nicht, weil ich die vielen schönen Dinge nicht sehen könnte, die in meinen Alltag gelegt sind, sondern, weil ich viele Menschen erlebt habe denen so viele Selbstverständlichkeiten nicht in den Alltag hinein gelegt sind. Sicherheit, das Gefühl willkommen zu sein, eine schöne Wohnung, Begegnungen ohne Vorurteile-all das haben sie nicht erlebt und das tut mir, nach wie vor und immer wieder neu, im Herzen weh. Weil wir doch alle Menschen sind und in allen Nationen, Kulturen und Ländern gibt es freundliche und unfreundliche Menschen, Menschen mit einem sehr feinen Gewissen und Menschen mit unglaublich groben Zügen, die unmenschliche Dinge tun, weil ihnen die Menschlichkeit verloren gegangen ist. Und wenn ich für eines dankbar bin in diesem Jahr 2016, dann, dass Gott mir so viele Begegnungen mit Menschen geschenkt hat. All die tollen Frauen, die ich an meinen Vorträgen kennen lernen durfte und manch inspirierendes Gespräch, das sich danach ergeben hat. Freundliche Begegnungen, liebevolles Miteinander, gelebte Menschlichkeit. Ich bin dankbar für all die, die ich kennen lernen durfte aus anderen Nationen, Kulturen, Ländern, weil sie meinen Horizont erweitern, weil sie mich herausfordern, weil sie mir Gutes tun. Freundliche Begegnungen, liebevolles Miteinander, gelebte Menschlichkeit. Ich bin dankbar für meine Freundin, die uns gestern aus Berlin besucht hat. Eine unglaublich lebensfrohe weise Frau, die in einem Kiez mit Jugendlichen arbeitet, die selbst schon sexuell übergriffig wurden, weil ihre Seele schon von klein auf mit Füßen getreten wurde. Eine Arbeit, die ich nie tun könnte, Hilfe, die ich nie geben könnte. Aber genau das lerne ich von ihr: wir haben alle eine andere Not, die uns anspricht, bei dir wir das Gefühl haben helfen zu müssen und zu wollen, weil es uns auf der Seele brennt. Und ich mag es so sehr, dass wir uns austauschen können, dass wir uns gegenseitig unterstützen und jede in ihrer Art lassen, da wo sie helfen will. Freundliche Begegnungen, liebevolles Miteinander, gelebte Menschlichkeit. Ich bin dankbar für eine andere Freundin, die zu Besuch war, die in diesem Jahr Familie gegründet hat, ein Haus gekauft, Urlaub mit Baby plant. Ich freu mich, wir sind schon so lange Freundinnen und können uns gegenseitig zuhören, auch wenn wir ganz unterschiedliche Themen haben. Freundliche Begegnungen, liebevolles Miteinander, gelebte Menschlichkeit. Es sind noch so viele andere Menschen, andere Geschichten, andere Biographien, die ich erleben durfte…Und bei all den menschlichen Katastrophen, bei all den angstmachenden Nachrichten, bei all der gelebten Lieblosigkeit möchte ich mich auch im neuen Jahr an das halten, was wir vor ein paar Tagen in der Weihnachtsgeschichte gelesen haben: Fürchte dich nicht! Ich will mich immer wieder neu gegen die Angst und für das Vertrauen in Gott entscheiden, weil ich an ihn glaube, weil ich sein Wirken in vielem erleben darf, weil es noch nicht zu ende ist und weil ich glaube, dass eine Lebensgeschichte dann Sinn macht, wenn sie von seiner Hand geschrieben wird. Und so wünsche ich euch allen ein gesegnetes neues Jahr. Nicht als leere Floskel, sondern als sinnfüllendes alltägliches Erleben. Vielen Dank für euer treues Lesen, vielen Dank für eure likes und Kommentare…Diese schriftlichen Begegnungen sind für mich auch freundliche Begegnungen, liebevolles Miteinander, gelebte Menschlichkeit. Ich bin dankbar für euch! Mit ganz lieben Grüßen an euch alle, Lissy20161214_160414

versprochen (vom 29.12.)

Und wenn ich eines über die Jahre gelernt habe dann das: Mein Gefühl ist nicht immer die Wahrheit! Heute bin ich sehr dankbar dafür ein Versprechen abgegeben zu haben, dass nicht immer auf das vorherrschende Lebensgefühl Rücksicht nimmt und auch nicht die Absicht hat darauf Rücksicht zu nehmen. Es hat die Absicht, dass man sich an manchen Tagen einfach durchbeißt, an sich arbeitet, Charakterschule betreibt, nicht aufgibt, verletzt wird und lernt zu vergeben, verletzt und lernt sich zu entschuldigen, lernt eine andere Sprache zu sprechen, die Sprache des anderen, die auch deutsch ist und im Alltag doch manchmal wie eine Fremdsprache wirkt. Dankbar, dass dieses Versprechen die Hand des anderen nimmt und all die schönen Momente festhält, all die friedlichen Augenblicke, all die Begegnungen auf Augenhöhe. Dankbar, dass dieses Versprechen die Hand des anderen nicht loslässt in all den schwierigen Momenten, da wo Stillstand herrscht und Stille. In 15 Jahren weiß man ein bisschen mehr was die schlechten Zeiten sind, die man mit 21 Jahren versprochen hat durchzustehen. Es sind unsere schlechten Zeiten und unsere guten Zeiten, es sind unsere Krisen und unsere Hochzeiten nach unserer Hochzeit, da wo Hollywoodfilme enden und unsere Ehe begann. Es ist unsere Zeit, unser Versprechen, unsere Ehe. Und heute bin ich dankbar nach einem voll schönen Familientag, dass wir 15 Jahre gemeistert haben, obwohl wir so unterschiedlich sind, dass wir Eltern sind, obwohl wir so unterschiedlich sind, dass wir uns lieben, obwohl wir so unterschiedlich sind oder20161229_154353_20161230002844110 weil wir so unterschiedlich sind?

Vorfreude

Wenn ich eines mag, dann Vorfreude. Heute bin ich sehr dankbar dafür, dass sich mein Mann Zeit genommen hat und wir Fotos für unsere Neujahrs-Grußkarten gemacht haben. Ich bin von den Weihnachtskarten etwas weg gekommen, weil ich das in der Zeit nicht so gut hin bekomme. Aber ich liebe es Briefe und Karten zu schreiben, das Geräusch vom Füller oder Kugelschreiber auf dem Papier, wenn Gedanken in Buchstaben zu Worten werden, zu Sätzen, die Wünsche, Gefühle, Pläne beschreiben. Und so freu ich mich schon voll darauf wie die Karten fertig aussehen werden um sie dann mit Gedanken zu füllen und an liebe Menschen zu verschicken. Irgendwie lustig, dass das Schreiben zu einem echten Hobby von mir geworden ist…Ein schönes Hobby. 20161227_155131

Und ich hatte die Idee, wer Lust hat Post zu bekommen, der darf mir gerne unter dieschneiderin@web.de eine Mail mit seiner Adresse schreiben und ich schicke dir auch ein paar Neujahrsgrüße.

besinnlich

Und es wird wieder besinnlich am frühen Morgen. Meine Familie schläft noch, die Geschenke sind alle ausgepackt, das Festessen gegessen, unsere Freunde wieder Zuhause und Weihnachten bleibt, weil Jesus bleibt. Es ist für mich der größte Grund dankbar zu sein, dass ich morgens im Gebet solch eine Ruhe und Kraft finde, in der Bibel Worten und Sätzen begegne, die Auswirkungen in mein Leben haben und dieses Bewusstsein von Besinnlichkeit nicht nur in der  Weihnachtszeit von Bedeutung ist. Und ich habe mehrere Karten bekommen in denen mir gewünscht wurde, dass ich trotz der stressigen Zeit Momente der Ruhe und Stille erlebe. Ich erlebe sie, morgens, wenn meine Familie noch schläft, die Geschenke ausgepackt sind, das Festessen gegessen und die Freunde wieder Zuhause sind…Dankbar für eine besinnliche Stunde am Morgen.20161226_055330

 

danke sagen

Auch das liebe ich an der Weihnachtszeit: es ist die Zeit um Danke zu sagen. Menschen, denen man immer nur zwischen Tür und Angel oder gar nicht bewusst dankt. Und es sind so viele, die ihren Beruf ausüben und mir den Alltag erleichtern oder verschönern. Da sind all die Pädagogen, denen ich an vielen Tagen meine Kinder anvertraue. Der DHL Mann, der uns übers Jahr so viele Pakete bringt, weil mein Mann viele Flyer, Plakate und andere Dinge entwirft und in den Druck gibt und diese Pakete sind besonders schwer. Da sind die freundlichen Verkäuferinnen aus der Kinderabteilung des Kaufhauses in dem wir wohnen, die diese Pakete immer annehmen, wenn wir nicht da sind. Da ist die kreative Floristin, die einen so stilvollen kleinen Laden hat, in dem ich immer einen kleinen Blumengruß kaufe, wenn wir eingeladen sind. Das betreten ihres Ladens ist immer wieder ein kleiner Alltagsurlaub… Die Weihnachtszeit nutzen um Freundlichkeit wahrzunehmen, zu feiern, mich dafür zu bedanken. Da wo Menschen nett zueinander sind. Da wo Menschen nichts Böses füreinander im Sinn haben. In einer Zeit in der die Schreckensnachrichten kein Ende nehmen und die Traurigkeit darüber, was aus Menschenherzen werden kann und wie viel Zerstörung sie anrichten kann wahrnehmen, dass es Freundlichkeit gibt, den Wunsch friedlich miteinander zu leben. Dafür bin ich heute dankbar.20161221_132046

vom Monolog zum Dialog

20161219_125030Alltagslektion. Heute Morgen habe ich einen fetten Fehler gemacht, bzw. den Fehler habe ich schon vor einiger Zeit gemacht und heute bemerke ich die Folgen. Ich ärgere mich und verbringe ziemlich viel Zeit damit Dialoge in meinem Kopf mit mir selber zu führen. Nein, eigentlich es ist kein Dialog eher ein Monolog. Nicht sehr erbauliche und ermutigende Gedanken sind das. Später hilft mir meine Mittlere beim Kochen. Sie schlägt die Eier auf. Sie hat das schon ein paar Mal gemacht, aber gelingen tut ihr das noch nicht. Wir fischen einfach die Schalen mit dem Löffel raus – kein Problem. Und ich stutze während ich mit meiner Tochter koche. Zu ihr würde ich nie sagen, dass sie unfähig ist. Dass sie niemals in ihrem Leben kochen kann, weil das mit den Eiern nicht klappt. Dass sie es besser gleich lassen soll… Warum nicht? Weil ich weiß, dass es etwas Übung braucht und sie eine Lernende ist. Weil ich weiß, dass es absolut nicht motivierend ist, wenn ich so etwas zu ihr sagen würde, nicht zielführend und auch nicht nötig, weil sie es irgendwann kann. Ist es nicht interessant? Meinem Kind gestehe ich das Lernen und Üben zu, würde nie von ihr verlangen, dass sie alles auf Anhieb beherrscht und gebe ihr die Zeit, die sie braucht. Warum mir nicht? Weil ich erwachsen bin? Weil ich die Erwartung an mich habe, dass mir alles gleich gelingt was ich anpacke? Ich bin eine Lernende, das bleibe ich auch. Und dazu braucht es Übung. Ich jedenfalls brauche Übung in den Dingen, die neu sind in meinem Leben, wo neue Herausforderungen auf mich warten und neue Situationen gemeistert werden müssen. Natürlich sind die Konsequenzen bei meinem Fehler größer als die Eierschalen. Aber im Umgang damit kann ich lernen mit mir selbst auch freundlicher umzugehen. Und als aus dem Monolog in meinem Kopf ein freundlicher Dialog mit mir selber wurde (o.k. ich weiß ich bin seltsam) entwickelten sich plötzlich Lösungsansätze. Denn diese negativen Gedanken hindern die kreativen Gedanken daran ihre Arbeit zu machen. Jetzt hoffe ich mal, dass ich den Fehler möglichst klein halten kann in seinen Konsequenzen und gehe ins Bett, gnädig mit mir selbst. >Lissy, das kann mal passieren. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.< Und für diese kleine Alltagslektion bin ich heute sehr dankbar.